Von der Psychiatrie zur Psychoanalyse oder: Die Wiederentdeckung Winnicotts
(In: Luzifer-Amor,
Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse (15), Heft 30/2002, S. 123-152)

Hier referiere ich Winnicotts Konzepte der antisozialen Tendenz und der Charakterstörung sowie die wesentlichen Grundsätze der darauf aufbauenden Behandlungskonzeption Winnicotts und veranschauliche anhand einer ausführlichen Kasuistik (mehrjährige Behandlung eines Patienten mit Narzißtischer Persönlichkeitsstörung auf Borderline-Niveau) die „Wiederentdeckung“ der Winnicott‘schen Konzepte in der psychotherapeutischen Praxis. Anschließend wird skizziert, wie empirische Befunde der Psychotherapieforschung nach Winnicott wesentliche Aspekte von dessen Behandlungspraxis bestätigen und wie zeitgenössische Psychoanalytiker in ihren inter-subjektiven Konzeptionen des psychoanalytischen Prozesses von Winnicott beeinflußt sind und ihn weiter entwickeln. Am Schluß wende ich mich noch einmal der Kasuistik zu und diskutiere, welcher Anteil am Behandlungsprozeß der eigenen „Identitätsarbeit“ als Psychoanalytiker in Ausbildung zukommen könnte. Hier klingt an, wie Patient und Therapeut den Möglichkeitsraum des psychoanalytischen Prozesses in einer intersubjektiven Verschränkung miteinander schaffen, aufrecht erhalten und weiter entwickeln (siehe auch: „Gemeindepsychiatrie“) ... [mehr]

Ich danke der Zeitschrift Luzifer-Amor für die freundliche Erlaubnis zur Veröffentlichung
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